Das agile.agreement ist ein Vertragsmodell, das speziell für agile Projekte entwickelt wurde. Es zielt darauf ab, die Flexibilität agiler Methoden mit der Rechtssicherheit klassischer Verträge zu verbinden – insbesondere im Verhältnis zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer.
Kernelemente des agile.agreement:
- Fokus auf Zusammenarbeit statt Detailplanung
Statt fixe Leistungen im Voraus zu definieren, basiert das Modell auf einem gemeinsamen Zielbild und laufender Zusammenarbeit. - Trennung von Produkt- und Lieferverantwortung
Der Auftraggeber verantwortet das Produktziel, der Auftragnehmer die Lieferung von Leistungen nach agilen Prinzipien (z. B. Scrum). - Dynamische Leistungsbeschreibung
Die Anforderungen werden inkrementell erarbeitet und umgesetzt – z. B. über ein Product Backlog, das sich im Projektverlauf weiterentwickelt. - Vertragliche Absicherung agiler Prinzipien
Zentrale agile Werte wie Transparenz, Vertrauen und Veränderungsbereitschaft werden vertraglich verankert. - Regelungen zu Vergütung und Änderungen
Typisch sind zeitbasierte Abrechnungsmodelle (Time & Material) mit Vertrauensschutzmechanismen, z. B. durch gemeinsame Reviews oder definierte Abbruchkriterien.
Vorteile
- Höhere Anpassungsfähigkeit bei sich ändernden Anforderungen
- Förderung der Kollaboration und Transparenz
- Klarer rechtlicher Rahmen trotz agiler Vorgehensweise
- Vermeidung von Streit durch gemeinsame Zieldefinition und laufende Steuerung