agile.agrement

Das agile.agreement ist ein Vertragsmodell, das speziell für agile Projekte entwickelt wurde. Es zielt darauf ab, die Flexibilität agiler Methoden mit der Rechtssicherheit klassischer Verträge zu verbinden – insbesondere im Verhältnis zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer.

Kernelemente des agile.agreement:

  1. Fokus auf Zusammenarbeit statt Detailplanung
    Statt fixe Leistungen im Voraus zu definieren, basiert das Modell auf einem gemeinsamen Zielbild und laufender Zusammenarbeit.
  2. Trennung von Produkt- und Lieferverantwortung
    Der Auftraggeber verantwortet das Produktziel, der Auftragnehmer die Lieferung von Leistungen nach agilen Prinzipien (z. B. Scrum).
  3. Dynamische Leistungsbeschreibung
    Die Anforderungen werden inkrementell erarbeitet und umgesetzt – z. B. über ein Product Backlog, das sich im Projektverlauf weiterentwickelt.
  4. Vertragliche Absicherung agiler Prinzipien
    Zentrale agile Werte wie Transparenz, Vertrauen und Veränderungsbereitschaft werden vertraglich verankert.
  5. Regelungen zu Vergütung und Änderungen
    Typisch sind zeitbasierte Abrechnungsmodelle (Time & Material) mit Vertrauensschutzmechanismen, z. B. durch gemeinsame Reviews oder definierte Abbruchkriterien.

Vorteile

  • Höhere Anpassungsfähigkeit bei sich ändernden Anforderungen
  • Förderung der Kollaboration und Transparenz
  • Klarer rechtlicher Rahmen trotz agiler Vorgehensweise
  • Vermeidung von Streit durch gemeinsame Zieldefinition und laufende Steuerung